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Archive for Dezember 2014

Dooley

Am 29.12.14 wurden die Fäden gezogen. Auch die Blutwerte sind auf den Weg der Besserung. Allmählich stellen wir uns alle auf die neue Situation ein. Aber besser mal von Anfang an….

Es war im September. Ich weiß wirklich nicht mehr woher wir kamen, aber mein Vater und ich kamen Heim. Die Hunde hörten uns natürlich schon und kamen aus dem Hintereingang heraus gestürmt um uns zu Grüßen. Natürlich alle Hunde auf einmal durch eine Tür (zu dem Zeitpunkt noch fünf Hunde, Lady hörte uns nicht kommen). Dooley kam auf drei Beinen angehumpelt. Er hob das linke Hinterbein an. Ich vermutete, dass er sich wohl gerissen haben musste, nachdem ja alle kopflos durch die Türe gerannt waren. Also am nächsten Tag zum Tierarzt. Auf dem Röntgenbild war (anfänglich) nichts zu sehen. Es gab Schmerzmittel. Doch auch nach drei Tagen trat keine Besserung auf. Wieder Tierarzt. Dieses Mal gab es zu den Schmerzmittel auch Antibiotika. Und siehe da… nach ein paar Tagen war es fast wieder weg. Allerdings blieb… na ja so eine Art Unsicherheit auf dem Bein. Dooley belastete es nie voll und wenn er viel gelaufen war lief er unsauber. Eines Abens, wir wollten gerade Gassi gehen und ich rief die Hunde zusammen, rutschte Dooley auf dem glatten Laminat aus und er lief wieder auf drei Beinen. Am nächsten morgen beschloss ich den Tierarzt anzurufen. Als ich ihn in das Auto brachte viel mir eine Umfangvermehrung am Sprunggelenk auf. Ich hatte eine fürchterliche Vermutung. Es war Freitag und der Tierarzt beschloss noch einmal Schmerzmittel zu geben und zu sehen, was über das Wochenende laufen würde. Es wurde nicht besser… Also gingen wir am 17. November erneut zu unserem Tierarzt. Erneut Röntgen….. und wir sahen eine Veränderung am Knochen. Ich war da schon mit den Nerven am Ende, hoffe aber noch. Mein Tierarzt leitete mich an die Klinik in Hofheim weiter, für eine Biopsie. Dort waren wir dann am 25. November. Banges warten auf das Ergebnis, und schließlich wurde meine fürchterliche Vermutung wahr: Knochenkrebs. Zu diesem Zeitpunkt entschied ich, dass Dooley so lange Schmerzmittel bekommen sollte, wie es für ihn erträglich ist und danach…. Doch es kam nun anders. Nachdem Dooley einfach nicht aufgeben wollte und trotz des immer schlimmer werdenden Beines immer noch voller Freude bei allem dabei war, wollte ich ihn nicht aufgeben. Er wollte nicht aufgeben, dann konnte ich ihm das nicht antun und ihn aufgeben. So entschied ich mich, ihn am 16. Dezember das Bein amputieren zu lassen. Ich habe da lange überlegt, da er nun nicht mehr der jüngste und auf seinen Beinen auch nicht der gesündeste ist. Aber vorallem jetzt bin ich heilfroh mich so entschieden zu haben. Dooley wäre heute schon nicht mehr da. Als er operiert wurde am 16. Dezember war es bereits fünf vor zwölf. Sein Bein war mehr als doppelt so dick geschwollen, da der Tumor alles staute.

Dooley läuft und genießt den Schnee. Er will mit zu den Schafen und darf auch mit mir hinter in den Stall beim Füttern. Er strahlt und freut sich. Ich bin so froh, dass er noch hier ist. Ich weiß nicht, wie lange das noch ist… aber jede Minute mit ihm ist so kostbar.

Es gibt dieses mal keinen Jahresrückblick von mir. Ich habe nicht die Energie noch einmal zurück zu blicken. Ich blicke nun erst einmal nach vorne…

Ich wünsche euch allen da draußen einen guten Beschluss, viel Erfolg, Glück und Gesundheit im neuen Jahr und dass wir uns heil wieder sehen… auf den Trialfeldern, bei Seminaren, bei gutem Essen, bei guten oder schlechten Wetter und vorallem mit viel Freude und Herzblut für das, was wir tun!

Viele liebe Grüße Pascal und Dooley, Pink, Phelan, Fjell sowie Colleen und Lady im Herzen… ❤

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